Freilegungen

In manchen Fällen brechen Zähne während der Wechselgebissphase bei Kindern nicht oder nur inkomplett in die Mundhöhle durch. Oft betrifft das die oberen Eckzähne, die generell relativ spät durchbrechen (durchschnittlich 11.-13. Lebensjahr). Häufig ist eine leichte Fehlstellung der Zähne, in Kombination mit einem vorliegenden Platzmangel durch einen zu schmalen Kiefer, die Ursache. In der Regel wird Sie Ihr Kieferorthopäde auf das Problem aufmerksam machen und zu uns überweisen.


Unsere Aufgabe ist es dann, die Zähne die nicht durchbrechen können, an einer leicht zugänglichen Stelle der Zahnkrone freizulegen, sodass ein Bracket (kleines metallisches Blättchen, das der Kieferorthopäde zur Befestigung von Drähten, Bändern oder Gummis benutzt) angebracht werden kann.


Nach Abheilung der Wunde wird der Kieferorthopäde dann in der Regel einen kleinen Gummiring an das Bracket anbringen, mit dessen Hilfe der Zahn langsam in die korrekte Position bewegt werden kann.

Gelegentlich haben auch die zweiten Backenzähne Probleme komplett durchzubrechen, vor allem wenn verlagerte Weisheitszähne den Durchbruch behindern. In solchen Fällen ist meist die Entfernung der Weisheitszähne notwendig, wobei gleichzeitig eine teilweise Freilegung des zweiten Backenzahns erfolgen kann, um den weiteren kompletten Durchbruch in die Mundhöhle zu beschleunigen.

 

Diese Eingriffe können in Lokalanästhesie oder gegebenenfalls auch in Narkose erfolgen, falls Ihr Kind sehr ängstlich ist oder es die Lage der Zähne erfordert.


Eine individuelle Beratung gemeinsam mit Eltern und Kind geht jeder Behandlung voraus, um die notwendige Therapie optimal planen zu können.