Weisheitszähne

Die Entfernung der Weisheitszähne wird häufig durch einen „Platzmangel“ im Kiefer notwendig. Ist die Größe des Kieferknochens zur Aufnahme aller insgesamt 32 Zähne zu klein, so können die Weisheitszähne nicht oder nur teilweise in die Mundhöhle hineinwachsen.
Gerade diese Störung des Zahndurchbruchs stellt oft ein erhebliches Problem dar. Die Weisheitszähne können nur schlecht oder kaum gereinigt werden und so zu ernsten Infektionen führen.

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Auch bei vollständig im Kieferknochen verbliebenen Weisheitszähnen sind Komplikationen durch Zysten oder Schädigung der Nachbarzähne möglich.


Im Rahmen einer kieferorthopädischen Behandlung wird häufig die Entfernung der Weisheitszähne empfohlen, um das Behandlungsergebnis nicht zu gefährden. Das Wachstum dieser Zähne könnte vor allem die Position der Schneidezähne wieder verändern.


Die Entfernung der Weisheitszähne ist ein häufiger Eingriff in der Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie. Jedoch variiert die Schwierigkeit dieser Operation stark. Teilweise können die Weisheitszähne wie andere Zähne gezogen werden. Zum größeren Teil werden die Weisheitszähne jedoch zunächst freigelegt und dann, abhängig von Lage und Beziehung zu Nachbarstrukturen, geteilt und entfernt. Die für den jeweiligen Fall bestehenden Risiken variieren und werden vor dem Eingriff mit dem Patienten besprochen. Es können die Zähne einzeln oder auch alle vier in einer Operation entfernt werden.


In den meisten Fällen erfolgt der Eingriff in örtlicher Betäubung (Lokalanästhesie), in Einzelfällen auch in Vollnarkose. Die Planung erfolgt individuell zwischen dem Patienten und Behandler und berücksichtigt sowohl die medizinischen Notwendigkeiten als auch die Wünsche des Patienten.